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kundenspezifische Entwicklungen

HF-Technik und Nachrichtentechnik, Regelungs- und Meßtechnik, Leistungselektronik, Datentechnik und Elektronik

Telekommunikation

Über einige Jahre war die Firma Gesko Investment und Kunde zugleich. Neben viel Engagement für die Infrastruktur bei Gesko (Organisations- und Entwicklungs-Server) wurde auch mit der Entwicklung einer neuartigen Generation von Telekommunikationsanlagen begonnen.


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Die roten Boxen im linken Bild sind Tk-Anlagen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit den bisherigen Anlagen der Gesko und ihrer Konkurrenten haben. Was anders und neu ist, sind die Netzwerk-Interfaces, die eine "Skalierung" hin zu einer sogenannten "HiCom" erlauben, -- einfach durch das Hinzufügen weiterer Boxes.
Als Netzwerk-Basis wird Ethernet verwendet, mit einem proprietären (aber keinesfalls geheimen) Protokoll für das "voice routing" zwischen den Boxes, und normalem TCP/UDP-traffic für die Konfiguration (auf HTTP/HTML-Basis) und die Anbindung bzw. das Routen "normaler" PCs.


"Everybody is talking" -- VoIP (voice over IP)

Nein. Wenn überhaupt, dann ist VoIP allenfalls ein mitzubelegendes Randthema. Aber ein VoIP-Vorreiter, nämlich die Firma Mitel, war der Partner, der als Hardware-Lieferant für die neue Tk-Familie ausgesucht war. Und dieser Partner hat "refinanziert", womit es nun die vormalige Firma Mitel als Halbleiterhersteller nicht mehr gibt, und das "Refinanzierungsergebnis" namens Zarlink ('Mitel is reborn as Zarlink') hat bzw. hatte vorübergehend die ausgesuchte Hardware abgekündigt.

Aber wie dem auch sei, ob nun mit Zarlink/Mitel-Hardware oder mit einer Hardware der vielen anderen ARM7/9-Firmen: "We are talking" -- Scalable


Ein Ausblick auf skalierbare Tk-Anlagen

Etwas haben mich die vergangenen Jahre gelehrt: Der Kunde will immer Mehr, Anderes und Neues. Langfristig hat, ohne wirklich neue Ideen, die Entwicklung kaum eine Chance, mitzuhalten.

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Ganz am Anfang (vor einigen Jahren!) standen Überlegungen, wie, am Besten, ISDN-Anlagen aufzubauen seien, die mit den Ansprüchen der Kunden "mitwachsen". Die Mitbewerber am Markt (die kleinen, wir wir, und die großen, wie Alcatel oder Siemens) setzten (und setzen) auf "mainframes" mit einer Vielzahl nachrüstbarer Steckkarten, mit denen sich auch sehr große Konfigurationen "zusammenstöpseln" lassen.

ISDN ist, anders als die früheren analogen Anlagen, die auf leicht überschaubaren Koppelfeldern basieren, eine ziemlich digitale Lösung mit zudem sehr viel Protokoll-Overhead. Für die seit Jahrzehnten in der Weitvermittlungstechnik eingesetzten PCM-Verfahren gibt es eine Unzahl integrierter Chip-Lösungen vieler Hersteller, die fast alle irgendwie miteinander kompatibel, und insgesamt ziemlich flexibel sind. Bei ISDN, das vor Allem in Deutschland forciert wurde, gibt es dagegen praktisch nur einen Hersteller (Siemens bzw. Infineon), und dieser eine Hersteller hat sehr eigene Ideen dazu, wo und wie seine Chip-Lösungen einzusetzen sind -- nämlich vorwiegend im Massenmarkt mit sehr dedizierten "Leistungsmerkmalen".
Für diese Anwendungen sind die Siemens-Chips, zugegebenermaßen, ziemlich ideal, darauf aufbauend etwas Größeres zu realisieren, wird technisch zumindest unschön.

Dennoch: Machbar ist eine solche "modulare" Lösung, und eine Hausinstallation mit einer solchen Lösung zeigt ansatzweise das linke Bild. Und nun stellen Sie sich vor, wie diese Verkabelung aussieht in einer Firma, die vielleicht die 10fache Zahl an Anschlüssen benötigt.

Wie bereits erwähnt: Die gebräuchlichen ISDN-Chipsätze sind für den Massenmarkt der kleinen Anlagen optimiert, und Ähnliches gilt für die PCM-switches und PCM-codecs. Mit diesen Bausteinen modular erweiterbare Anlagen zu realisieren (diverse, getriebene Bus-Strukturen etc.) ist relativ aufwendig. Zudem müssen Gehäusevolumen und Stromversorgung für den jeweils möglichen Maximalausbau "vorgehalten" werden, womit den Ausbaumöglichkeiten von Beginn an Grenzen gesetzt sind.

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Ein etwas rigoroserer gedanklicher Schnitt führt auf den links skizzierten Aufbau mit einer verteilten Anlage, die allein durch das Hinzufügen weiterer, gleicher oder ähnlicher Boxen erweitert wird. Augenfällig ist der geringere Verdrahtungsaufwand.

Nehmen wir ein oder auch zwei Häuser mit mehreren Etagen und jeweils vielen Räumen, dann ist die Verkabelung für die Tk-Einrichtung oft ein durchaus ernsthaftes (und teueres) Unterfangen.
Durch eine Verteilung auf mehrere Knoten, die ihrerseits über nicht mehr als eine "twisted pair"-Leitung miteinander verbunden sind, wird die Sache schon wesentlich einfacher.

"Twisted pair" meint Ethernet. Über 100Mbit-Strecken lassen sich gut mehrere hundert Gespräche gleichzeitig führen, und eine (mittlerweile billige) 10Mbit-IEEE802-(HF)-Strecke überträgt (ohne weitere Tricks) direkt fast 100 Gespräche.
Das wäre eine der denkbaren Arten der Anbindung von z.B. weiteren Firmengebäuden.

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